Kita-Stadtelternrat-Rostock

Corona: Rostock schließt Schulen, Horte und Kitas

Alle Schulen, Horte und Kindertagesstätten in der Hansestadt Rostock bleiben von Montag, den 16. März, bis voraussichtlich 15. April geschlossen. Damit müssen Eltern die kommenden Wochen überbrücken. Nötig ist diese drastische Maßnahme, um die Kurve der Infizierten, die sich mit dem neuen Coronavirus ((SARS-CoV-2) angesteckt haben, etwas abzuschwächen. Damit einher gehen auch eine Reihe von Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Rostock, wie Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen am Freitag mitteilte. Ihm zufolge schließen sämtliche kuturelle Einrichtungen für die nächsten Wochen. Auch der öffentliche Nahverkehr wird eingeschränkt. Eltern wird geraten gemeinsam mit ihrem Arbeitgeber eine Lösung für die kommenden Wochen zu finden, um zu Hause für die Kinder da zu sein. Um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten, sollte der Kontakt zu älteren Familienangehörigen vermieden werden, da diese zur Risikogruppe zählen.

Für Fragen ist ein Bürgertelefon eingerichtet, erreichbar unter 0381/381 1111

Die Allgemeinverfügung der Hansestadt Rostock: Link:

Informationen für Bürger und eine FAQ-Liste: Link

Hinweise für Arbeitnehmer und Arbeitgeber: Link

Sobald sich in Bezug auf die Schließungen von Schulen, Horte und Kitas etwas Neues ergibt - Ihr erfahrt es hier.

Der KSER zu den Kita-Schließungen

Nach wie vor setzt sich der KSER dafür ein, dass die Aufarbeitung der Gründe und Umstände, die zu den Schließungen zweier Kitas in Dierkow und Toitenwinkel geführt haben, auf allen Ebenen vorangetrieben wird und dass insbesondere die Stadt alle von ihr ergriffenen bzw. noch zu ergreifenden Maßnahmen und die dabei gewonnene Ergebnisse so rasch und so transparent wie möglich offenlegt. Außerdem fordern wir einerseits die Einsetzung unabhängiger Expert*innen, die mit der Aufarbeitung betraut werden sowie andererseits einen breiten Diskurs über die Folgen und Lernprozesse, die aus den Vorgängen abgeleitet werden können. Der Vorstand steht dazu u.a. im intensiven Austausch mit dem Jugendhilfeausschuss Rostock. Darüber hinaus hat der Vorstand des KSER eine Reihe von Gesprächen mit betroffenen Eltern geführt und bietet im Rahmen seiner Möglichkeiten Beratung und Begleitung auch weiter an. Zuletzt hat der Vorstand des KSER beschlossen, dem Thema "Prävention" in den Aktivitäten des KSER noch mehr Raum zu geben, was wir durch entsprechende Veranstaltungen, Kampagnen und Informationsangebote vorantreiben wollen.

Kommunale Ombudsstelle

Im Kontext der Kita-Schließungen ist auch das Beschwerdemanagement des Jugendamtes noch mal zum Thema geworden und eine alte Forderung des KSER - eine unabhängige, kommunale Beschwerdestelle einzurichten, an die sich Eltern auch in Kita-Angelegenheiten wenden können - hat nun endlich politisch Fahrt aufgenommen. Verwaltung und Kommunalpolitik wollen nun ernsthafte Schritte zur Einrichtung einer solchen Stelle unternehmen. Der KSER unterstützt dieses Vorhaben, u.a. durch entsprechende Eingaben beim Jugendhilfeausschuss Rostock. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Hier noch einmal die Erinnerung: Am 3. März um 18 Uhr findet die öffentliche Mitgliederversammlung des KSER statt. Hier geht es zum Flyer

Nachwirkung der kostenfreien Kita? KSER beobachtet steigende Verpflegungskosten

Den Kita-Stadtelternrat Rostock erreichen in letzter Zeit immer wieder Nachfragen von Eltern, weil die Verpflegungskosten, die auch nach der Entgelt-Befreiung weiter von den Eltern zu zahlen sind, teils deutlich steigen. Immer wieder steht dabei die Frage im Raum, ob durch die Steigerungen auch Kosten umgelegt werden, die möglicherweise nicht Teil des Verpflegungsentgeltes sein dürfen. Offenbar scheint dieses Problem nicht nur in Rostock zu bestehen. Das Landes-Sozialministerium hat zu diesem Thema ein Rundschrieben an die Bürgermeister*innen des Landes herausgegeben, nach dem bei der Festlegung der Verpflegungskosten verstärkt auf die Einhaltung der gesetzlichen Beschränkungen zu achten sei. Ergänzt wurde dieses Schreiben um eine ausführliche Erläuterung, welche Aufwendungen laut KiFöG M-V als Verpflegungskosten an die Eltern weiter gegeben werden können und welche nicht. Beide Schreiben können via E-Mail beim Kita-Stadteternrat angefordert werden.

Ganz grundsätzlich empfiehlt der KSER in den Einrichtungen eine Kultur des Austauschs und der rechtzeitigen Absprachen zwischen Träger, Leitung und Eltern zu fördern. Dies ist nach §22, Absatz 4 des KiFöG M-V nicht nur das verbriefte Recht der Elternvertretungen, eine solche Kultur des Austauschs trägt wesentlich dazu bei, dass Eltern sich auf anstehende Veränderungen einrichten können, gemeinsam nach bestmöglichen Lösungen gesucht werden kann und dass sich die Beteiligten mit den schließlich gefundenen Regelungen auch identifizieren können. Bei Unklarheiten haben Elternvertretungen nach §22 KiFöG M-V das Recht, Einsicht in entsprechende Unterlagen der jeweiligen Einrichtung zu erhalten und etwa im Fall der Verpflegungskosten abzugleichen, ob der durch das Ministerium nun noch mal erläuterte Rahmen auch eingehalten wird. Gern berät der KSER Eltern auf Anfrage.

Einladung zur öffentlichen Sitzung

In unserer nächsten öffentlichen Mitgliederversammlung am 3. März um 18 Uhr dreht sich alles um den gesunden Umgang mit Medien im Kindesalters. Herr Kranz, Medienpädagoge der Stadtbibliothek Rostock, wird uns vorstellen, wie Medien sinnvoll im Kita-Alltag eingesetzt werden können. Zudem möchten wir mit euch darüber sprechen, wieviel Medien und welche Inhalte für unsere Kinder geeignet sind und welche Erfahrungen ihr mit Medien gemacht habt. Also kommt vorbei und gestaltet mit!

Flyer zum Download

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NNN berichten irreführend

Die Norddeutschen Neuesten Nachrichten (NNN) haben in ihrer Samstagausgabe vom 11. Januar 2020 unsere Stellungnahme zum Anlass genommen, noch einmal über die Ermittlungen, die zur Schließung der Kita „Wiesenzwerge“ und „Gutshaus“ geführt haben, zu berichten.

Die Kernaussage des Artikels dreht sich um eine angeblich von uns getroffene Aussage in der Stellungnahme, wonach wir den zuständigen Behörden vorwerfen, zu spät gehandelt zu haben.

Wir möchten klarstellen, dass wir dies mit keinem Wort erwähnt haben. Wir erwarten und gehen davon aus, dass nun geprüft wird, ob tatsächlich zu spät gehandelt wurde. Nachzulesen ist dies in der vollständigen Stellungnahme in dem Beitrag vom 10. Januar auf dieser Seite. Unter der Überschrift „Prävention ist eine Daueraufgabe“ betonen wir unter Bezugnahme auf Artikel 19 der UN-Kinderrechtskonvention, wie wichtig das gewaltfreie Aufwachsen von Kindern ist. Damit das geschehen kann, müssen u.a. personelle Voraussetzungen gegeben sein. Der Kita-Stadtelternrat hat sich auch in der Vergangenheit schon für dieses Thema stark gemacht – einen Bezug zu den aktuellen Fällen haben wir mit deutlichem Hinweis auf die noch laufenden Ermittlungen nicht hergestellt. In Bezug auf die aktuellen Fälle haben wir mit Nachdruck umfassende und nachhaltige Aufklärung sowie das Ziehen aller notwendigen Konsequenzen gefordert, was wir nochmals bekräftigen.